Projekte

Mehr Lebensqualität für krebskranke Kinder und Jugendliche

Erfolge neuropsychologischer Rehabilitation bei Störungen von Hirnfunktionen.

 

Mit den heute zur Verfügung stehenden Behandlungen werden 8 von 10 krebskranken Kindern und Jugendlichen von ihrer Krankheit geheilt. Ihrer Lebensqualität nach Abschluss
der Therapie, ihrer physischen und psychischen Gesundheit, ihrer sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung kommt daher eine immer wichtigere Bedeutung zu.


Bedingt durch die Krebskrankheit selber oder durch die Behandlung (Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung) haben einige dieser Kinder leichte oder seltener auch schwerwiegende Störungen gewisser Hirnfunktionen wie Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, bei der Planung von Handlungen und Organisation, beim Lernen, der Intelligenz und im Verhalten. Während in den USA den Patienten vielerorts neurokognitive Rehabilitationsprogramme angeboten werden, ist dies in Europa noch nicht üblich.

In nächster Zeit wollen wir auch unseren krebskranken Kindern eine neurokognitive Rehabilitation anbieten. Um wirklich beurteilen zu können, welche Patienten davon profitieren können, muss in einer begleitenden wissenschaftlichen Studie untersucht werden, was und wieviel diese Massnahmen den Patienten in ihrem täglichen Leben wirklich bringen. Nur so wird es gelingen, dass die Kostenträger (Krankenkasse, IV) diese Behandlungen zukünftig übernehmen werden.


An der Studie sollen möglichst alle Kinder in der Berner Universitätskinderklinik teilnehmen, bei denen eine Krebskrankheit diagnostiziert wird. Die Teilnahme an der Studie umfasst eine erste neuropsychologische Untersuchung innerhalb von 2 Monaten nach Diagnose und weitere Kontrolluntersuchungen innerhalb der nächsten 5 Jahre. Kindern und  Jugendlichen mit einer gestörten Hirnfunktion wird eine entsprechende individuelle Behandlung angeboten und ihr Erfolg wird mit weiteren Untersuchungen beurteilt.


Um verlässliche Aussagen über den Wert der Rehabilitationsprogramme machen zu können, ist eine grosse Patientenzahl nötig. Darum wird sich gemäss ersten Abklärungen auch das Kinderspital Zürich an dieser Studie beteiligen.